Liebe Kundinnen und Kunden,
ich habe leider keine schöne Nachricht für euch.
Bis auf Weiteres kann ich meine Produkte nicht mehr in andere EU-Länder verschicken. Der Grund sind neue Anforderungen im Bereich der Verpackungsregelungen, die für mich als kleines Ein-Frau-Unternehmen mit Versand ins Ausland einen erheblichen bürokratischen und finanziellen Aufwand bedeuten.
Ich habe immer davon gelebt, meine Arbeit unabhängig und direkt mit Menschen teilen zu können, ganz egal, ob ihr in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien oder irgendwo anders in Europa lebt. Gerade für eine kleine Künstlerin sind Kundinnen und Kunden aus anderen Ländern unglaublich wichtig. Der europäische Binnenmarkt hat es mir ermöglicht, meine kleine Kunstwelt über die Grenzen Deutschlands hinaus wachsen zu lassen. Ich komme aus Bosnien und weiß, wie schwierig es sein kann, etwas aus dem Ausland zu ordern. Jetzt stehe ich vor der Situation, dass ich genau das vorübergehend nicht mehr kann.
Warum ist das so?
Die neuen Verpackungsregelungen sollen grundsätzlich etwas Sinnvolles erreichen: Unternehmen sollen Verantwortung für die Verpackungen übernehmen, die sie in Umlauf bringen, und Verpackungsmüll soll reduziert werden.
Dagegen habe ich überhaupt nichts, jedoch liegt das Problem in der Verhältnismäßigkeit.
Ich bin ein Ein-Personen-Unternehmen. Ich verschicke keine Millionen Pakete und bringe keine riesigen Mengen an Verpackungen in Umlauf. Wer mich kennt weiß, dass ich immer auf unnötige Verpackungen verzichte und versuche, so ressourcenschonend wie möglich Goodies und Kleidung zu verschicken. Trotzdem können für den Versand in andere EU-Länder Registrierungen, Gebühren und weitere bürokratische Verpflichtungen entstehen.
Für einen großen Konzern sind solche Kosten vielleicht Teil des normalen Geschäfts, für mich, die im Jahr genügend zum Überleben mit ihrem Unternehmen verdient, können sie jedoch bedeuten, dass sich der Versand in ein Land schlicht nicht mehr lohnt oder überhaupt nicht mehr praktikabel ist.
Wenn die Kosten und der bürokratische Aufwand höher sind als das, was ich in einem Land überhaupt verdiene, kann ich dort leider nicht mehr verkaufen. Die Kosten für einen Verpackungsbeauftragten liegen je nach Land zwischen 300€ bis 3500€. Ihr könnt euch denken, wie hoch die Kosten wären.
Und genau deshalb muss ich den EU-Versand vorerst einstellen. Kunst ist für mich etwas, das Menschen miteinander verbindet. Ich möchte nicht, dass Grenzen oder Bürokratie darüber entscheiden, ob ein kleines Kunstwerk bei einem Menschen in Deutschland, Frankreich oder Spanien landen darf. Gerade als unabhängige Künstlerin ist die Situation ohnehin nicht einfach. KI verändert die Kunstwelt gerade massiv und stellt die Existenz vieler kleiner Künstlerinnen und Künstler vor neue Herausforderungen. Umso trauriger ist es für mich, wenn zusätzlich bürokratische Hürden dazu führen, dass ich Kundinnen und Kunden innerhalb Europas nicht mehr erreichen kann.
Ich möchte mein kleines Unternehmen nicht aufgeben. Ich möchte einfach weiter Kunst machen und sie mit euch teilen. Falls ihr gerade etwas aus meinem Shop bestellen wolltet und in einem anderen EU-Land lebt: Bitte schreibt mir trotzdem gerne. Vielleicht finden wir gemeinsam eine Lösung.
Je nach Produkt, Bestellmenge und Situation können wir schauen, ob es eine Möglichkeit gibt, eure Bestellung trotzdem umzusetzen oder zu einem späteren Zeitpunkt abzuwickeln. Ich kann nichts versprechen, aber ich möchte lieber gemeinsam nach einer Lösung suchen.
Ihr könnt mich jederzeit über das Kontaktformular oder die sozialen Medien anschreiben.
Und falls ihr von den neuen Regelungen betroffen seid oder selbst ein kleines Unternehmen habt, würde ich mich auch sehr freuen, von euren Erfahrungen zu hören.
Danke für eure Geduld, euer Verständnis und vor allem für eure Unterstützung.
Ich hoffe sehr, dass es bald eine faire und praktikable Lösung für kleine Unternehmen und unabhängige Kreative gibt, damit ich meine Kunst wieder ohne diese Hürden zu euch nach ganz Europa schicken kann.
Bis dahin: Danke, dass ihr da seid.
Sam
